2027
Manufacturing
Outlook

Wichtige Trends und Erkenntnisse entdecken

Was prägt die europäische Fertigungsindustrie 2027? Vier Veränderungen werden die Landschaft prägen. Entdecken Sie die wichtigsten Trends, die im Bericht behandelt werden.

Der KI-Nutzen entsteht vor der Fertigung

KI ist zentral für Europas Fertigung. Strategischer Einsatz schafft Mehrwert. Höhere Budgets allein genügen nicht.
  • Ausgaben sind nicht gleich Ertrag: 64 % der deutschen Fertigungsunternehmen planen, im Jahr 2027 mehr als 500.000 € in KI zu investieren, doch 41 % berichten bislang von einem signifikanten ROI – im Vergleich zu 60 % in Frankreich und 57 % in den USA.
  • Lokale Prioritäten: Deutschland ist führend beim Einsatz von KI für DFM oder zur Überprüfung der Herstellbarkeit (59 %). Frankreich setzt vor allem auf KI für die Preisgestaltung und die Angebotserstellung (61 %).
  • Die größere Chance: Die Auswirkungen der KI zeigen sich bereits vor der Produktion eines Bauteils – nämlich bei dessen Konstruktion, Preisgestaltung und Beschaffung.

Europas Fertigungskapazitäten verbergen sich in kleinen Betrieben

Europas Herausforderung ist nicht der Mangel an Kapazitäten, sondern der Zugang zu den bereits vorhandenen.
  • Die Kapazitäten liegen in kleineren Betrieben: 37 % der europäischen Hersteller mit einem Umsatz von unter 50 Mio. Euro arbeiten mit einer Auslastung von unter 70 %, verglichen mit 11 % derjenigen mit einem Umsatz von über 100 Mio. Euro.
  • Spielraum zur Auslastung: 81 % der französischen Hersteller sind zu mindestens 70 % ausgelastet, in Deutschland sind es 71 %, obwohl die Auftragsbestände ähnlich hoch sind.
  • Zugang ist entscheidend: Zertifizierung und Compliance sind die am zweithäufigsten genannten Herausforderungen in Europa. Sie bestimmen, welche Kapazitäten Käufer tatsächlich nutzen können.

Wahlfreiheit bei Lieferanten ist der neue Beschaffungsvorteil

Beschaffungsteams können Inputkosten nicht steuern, wohl aber die Zahl ihrer qualifizierten Alternativen.
  • Geringer Widerstand: 82 % der französischen und 76 % der deutschen Hersteller haben ihre Preise in diesem Jahr erhöht.
  • Verlässlichkeit hat ihren Preis: 71 % der französischen und 64 % der deutschen Hersteller verlangten einen Aufschlag für geprüfte Qualität, 57 % bzw. 53 % für DfM-Unterstützung.
  • Mehr als der Preis: Käufer suchen Verlässlichkeit bei Qualität, Terminen und Alternativen, wenn sich die Bedingungen ändern.

Die Fertigung braucht Fachkompetenz, nicht nur Personal

Europas Arbeitsmarkt leidet weniger unter bloßem Personalmangel als unter fehlendem Fachwissen.
  • Schwer zu besetzende Stellen: CNC/CAM-Programmierer gehören in Frankreich und Deutschland weiterhin zu den am schwersten zu gewinnenden Fachkräften.
  • Deutschlands Lücke bei Ingenieuren: 35 % der deutschen Hersteller nennen Konstruktions- und Fertigungsingenieure als besonders schwer zu besetzen.
  • Lohnerhöhungen helfen, aber nicht gleichermaßen: 91 % der deutschen Hersteller, die Löhne erhöht haben, sagen, dass dies mehr qualifizierte Bewerber angezogen hat. In Frankreich sind es 74 %.

Die Perspektive von Oscar Lovera

Oscar Lovera, Chief Operations Officer, International bei Xometry,
erläutert, wie Einkaufsteams ihre Beschaffung neu denken sollten,
wenn Lieferketten komplexer werden.

Die Perspektive von Oscar Lovera